XENOS-Projekt "Interkulturelle Sensibilisierung in der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege" (2009 - 2012)
Ein Projekt zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen an Auszubildende und Beschäftigte
Laufzeit: 20.02.2009 - 19.02.2012
Markt- und Praxisrelevanz
Die Zahl älterer pflegededürftiger Menschen mit Migrations-hintergrund steigt kontinuierlich an. Oft sind die Angehörigen trotz enger Familienstrukturen nicht in der Lage, den Aufwand für Pflege und Versorgung selbständig zu bewältigen. Daher wird der Bedarf an Diensten stationärer und/oder ambulanter Pflege für ältere Migrantinnen und Migranten in Zukunft deutlich zunehmen.
Um den speziellen, kulturspezifischen Anforderungen dieser Zielgruppe gerecht zu werden, sollte ein kultursensibles Pflegepersonal durch spezielle Schulungen auf die Anforderungen hinsichtlich kulturspezifischer Deutungs-, Wert- und Ausdrucks-muster vorbereitet werden und in der Lage sein, durch kommunikatives Handeln Lösungen mit den Klientinnen und Klienten zu finden.
Mit der Erweiterung ihrer beruflichen Fachkompetenz um interkulturelle Schlüsselkompetenzen verbindet sich folgender Gewinn:
- Verbesserung der Arbeitsmarktchancen Auszubildender und Beschäftigter
- Verbesserung der Zusammenarbeit in interkulturellen Pflegeteams
- Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs im Berufsfeld Pflege
- Erhöhung bedarfsgerechter Behandlungs- und Pflegequalität zugewanderter Patientinnen und Patienten
- Erschließung einer kontinuierlich wachsenden Zielgruppe
- Zertifizierung der "Interkulturellen Öffnung und Ausrichtung" sozialer Einrichtungen und ambulanter Dienste
Wir bieten Ihnen
- Information und Beratung interessierter Pflegekräfte und Pflegeeinrichtungen
- Beratung bei der Planung beruflicher Qualifizierungen im Zuge Ihrer Personalentwicklung
- Entwicklung, Planung und Durchführung passgenauer Qualifizierungen unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen und/oder betrieblichen Belange
- Abschlusszertifikat für Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Zertifizierung der Pflegeeinrichtungen
Wer kann teilnehmen?
- Die Qualifizierung richtet sich an Interessenten und Interessentinnen aus dem Berufsfeldern der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege:
- Schülerinnen und Schüler der Kranken- und Altenpflege
- Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter
- einheimische und zugewanderte Fachkräfte in der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege (ärztliches und nichtärztliches Personal) im stationären Bereich
- Fachkräfte in der mobilen ambulanten Pflege
- Soziale Einrichtungen und ambulante Dienste
Unser Angebot - Modulare Weiterbildung
Der modulare Aufbau unserer Weiterbildung ermöglicht Ihnen, Trainingsmodule und Zeiträume flexibel nach Ihrem individuellen Bedraf zu wählen.
Die Weiterbildung kann als eintägiges Impulsseminar, zwei- bis dreitägiges Seminar, berufsbegleitend oder am Wochenende stattfinden. Follow-up-Tage zur Verfestigung und Unterstützung der Nachhaltigkeit sind möglich.
Modulübersicht:
Hier eine kurze Übersicht über Trainingsmodule zur interkulturellem Kompetenz, die einzeln oder in Kombination mit anderen Modulen ausgewählt werden können.
Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland / Geschichte der Migration
- Migrationsprozess, Biografie
Kultursensible Kommunikation im sozialen Bereich
- Beratung, Arbeit in interkulturellen Teams, Konzepte der Sprach- und Kulturmittlung
Kultursensible Pflege
- spezielle Pflegerituale, Verständnis von Scham und Hygiene, Konfliktprävention
Lebenswelt von Migrantinnen und Migranten in Deutschland
- Alterserleben, Krankheitsverständnis im kulturellen Kontext, Umgang mit Schmerz und Pflegebedürftigkeit, Erfahrungsaustausch
Eine Welt der Vielfalt
- Das Eigene und Fremde, Sensibilisierung für die eingenen Wertvorstellungen, Umgang mit Fremdheit
Trainingsmethodik
In den Trainings wird mit einer Mischung aus erfahrungs-orientierten Einzel- und Gruppenübungen, Rollenspielen und Reflexionsphasen an Fallbeispielen gearbeitet. Auch der Transfer zu den jeweiligen Praxisfeldern wird hergestellt. Auf die Eigenaktivität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer legen wir in den Trainings großen Wert und werden diese fördern.
Referentinnen und Referenten
Das Team der Referentinnen und Referenten setzt sich zusammen aus Migrantinnen und Migranten unterschiedlicher Herkunft. Neben fundierten Kenntnissen über Geschichte, Kultur, sozialisatorischen Standards, religiöse und familienorientierte Werte ihrer Herkunftsländer beherrschen die Referentinnen und Referenten Methoden der interkulturellen Pädagogik. Die eigene Migrationsgeschichte und eine zertifizierte Trainerausbildung machen sie zu Expertinnen und Experten in der Vermittlung interkultureller Kompetenzen.
Projektlaufzeit
Das Weiterbildungsangebot kann bis Februar 2012 in Anspruch genommen werden.
Weiterbildungskosten
Die Kosten für die Teilnahme an der Weiterbildung richten sich nach Auswahl und Kombination der Trainingsmodule. Bei Ihrer Planung und Realisierung beruflicher und betrieblicher Qualifizierungsinitiativen stehen wir Ihnen gern zur Seite und erstellen ein individuelles Angebot nach Ihren Bedürfnissen.
Information und Beratung
St. Johannis GmbH
Projektleiter
Florian Schulze
Albrechtsplatz 6
06844 Dessau-Roßlau
Tel: 0340 / 6612713
Fax: 0340 / 6612729
Das Projekt ist eine Kooperation der St. Johannis GmbH
mit der Deutschen Angestellten Akademie
Das Projekt des XENOS-Programms "Integration und Vielfalt" wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, durch die Landeszentrale für politische Bildung und das Ministerium für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt.







